HOMEPAGE, 24. Oktober 2024, 18:51

Wow. Und schon sind Sie hier. Dabei habe ich zum Hosenkauf keinerlei Geheimwissen und bin zu meiner Ausbildungszeit in der Meisterklasse der HfS “Ernst Busch” zwar mehr als auskunftswillig, aber daran, dass sie damals keinesfalls in einem “geschützten Raum” stattfand, werde ich ganz sicher nicht nachträglich mitwirken.

Ende August 2023 bekam ich eine Interview-Anfrage vom ZEIT-Magazin.

Ich habe sehr, sehr, sehr knapp abgesagt. Vielleicht verstehen Sie, warum, und warum sehr, sehr, sehr knapp. Die anfragenden Redakteurinnen der ZEIT haben es nicht verstanden.

Ich fühle mich ermächtigt,
unsere Korrespondenz wiederzugeben - moralisch, nicht juristisch. Denn das Interview hätte ich nicht gegenlesen dürfen.

Grob geschätzte 290719 Überlegungen zu Erfolg und Misserfolg später (ich hatte 30 Jahre ZEIT dafür) hätte ich unglaublich viel zu sagen und hätte es gerne gesagt. Mangelnde Reichweite ist der für mich schlimmste Mangel durch meinen mangelnden Erfolg.

Stattdessen fand ich die Antwort auf die Frage “Wie wird man ein Star?”, beantwortet von außen:
Man ist es schon. Frau auch.

All diese Stars, und alle weiteren, die ich kennengelernt habe, hatten großes Talent und große Fähigkeiten. Ebenso die allermeisten, die mir im Schauspiel begegnet sind. Aber NUR sie, die Erfolgreichen, die mir sympathischen oder unsympathischen, haben eines gemeinsam:

freie, klare, selbstverständliche Sicht auf ihren Erfolg - in der Rolle, im Metier.

Kein Fliegenschiss auf der Windschutzscheibe,kein Ungerechtigkeitsempfinden, keine Kämpfe mit dem eigenen Ego oder dem Anderer, keine Mission, weder gutes noch schlechtes Gewissen, keine Zweifel, keinerlei Ab-Lenkung oder Bildstörung von sich dort, im Guten, Schönen und Wahren, beim Erarbeiten einer Rolle. Ob Hase oder Igel: die sind schon da.

Nein, das lässt sich nicht erarbeiten, herbeitherapieren, beim Universum bestellen.

Das hat man oder frau.

Ich hab das nicht.